Kultur 2

Institut für Stadtgeschichte

Das Institut für Stadtgeschichte umfasst das Stadtarchiv (mit Fotoabteilung) und das Jüdische Museum sowie die Untere Denkmalschutzbehörde.

Leistungen

Im Raschi-Haus befinden sich Archiv und Jüdisches Museum, die das reiche historische Erbe der Stadt Worms verwahren, erschließen und für alle zugänglich machen. Diese Einrichtungen sind im Institut für Stadtgeschichte (Bereich 4.1.) zusammengefasst.

Stadtarchiv

Das Stadtarchiv ist das ‚Gedächtnis der Stadt’ und ihrer Verwaltung. Es verwahrt als allen Bürgerinnen und Bürgern zugängliche öffentliche Einrichtung schriftliche und fotografische Zeugnisse der Stadt, die bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen. Dazu gehören Urkunden, Akten, Karten, Plakate, Tondokumente, Filme und mehr als 300.000 Fotografien in der eigenständigen Fotoabteilung. Es handelt sich um einmaliges Kulturgut, das besondere Sorgfalt erfordert.

Die Mitarbeitenden im Archiv kümmern sich um die Übergabe archivwürdiger Unterlagen durch Stadtverwaltung und Nachlassgeber, beantworten Anfragen, erschließen und pflegen das Archivgut, planen und organisieren Digitalisierungs- und Bestandserhaltungsmaßnahmen, beraten Archivbenutzerinnen und –benutzer und betreiben vielfältige Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Zu den Nutzern gehören Heimat- und Familienforschende, Journalisten und Journalistinnen, Architekten und Architektinnen, Denkmalpflegestellen, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende. Die Fotoabteilung bietet den Nutzenden die Möglichkeit der Anfertigung von Fotografien aus ihren reichen Beständen und fertigt gegen Gebühr Fotos aus den Archivalien an.

Das Stadtarchiv hat über das Internet Informationen zu mehr als 90.000 Archivalien zugänglich gemacht.

Denkmalschutzbehörde

Im Raschi-Haus befindet sich auch die Untere Denkmalschutzbehörde, die alle Denkmäler und „Baustellen“ in Worms wie die Domsanierung und andere Großprojekte an historischen Bauten verantwortungsvoll betreut. Die Denkmalschutzbehörde betreibt zudem Öffentlichkeitsarbeit, beantwortet Fragen und berät Personen, die in Worms bauen oder Denkmäler sanieren wollen.

Jüdisches Museum

Das Judaica-Museum neben der Synagoge zeigt den Reichtum des Jüdischen Kulturerbes für die Wormser Stadtgeschichte an einem authentischen Ort.

Jüdisches Museum und Archiv arbeiten wissenschaftlich und sind überregional mit anderen Museen und Archiven sowie Universitäten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen außerhalb der Stadt verbunden.

Das Institut für Stadtgeschichte arbeitet sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Worms als auch für die Stadtverwaltung und die Gäste der Stadt, die vielfach aus dem Ausland kommen. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Pflege des jüdischen Kulturerbes:

  • die Synagoge und den Alten Judenfriedhof beaufsichtigen und deren Gäste betreuen,
  • Gästeführer aus- und fortbilden,
  • Vorträge und Veranstaltungen durchführen, auch in Zusammenarbeit mit dem Wormser Altertumsverein e.V.

Aufwendungen und Erträge

  • Stadtarchiv13.500

    € Ertrag

  • 602.500

    € Aufwand

  • Jüdisches
    Mu­se­um
    Synagoge
    19.000

    € Ertrag

  • 145.900

    € Aufwand

Abbildung: Ertrag und Aufwand städtischer Kultureinrichtungen in 2015

Kennzahlen

Beim Stadtarchiv wurden 262 Anträge in 2014 auf Nutzung gestellt; die Zahl der Nutzenden und der Dauer ihrer Anwesenheit ergibt rechnerisch 609 Benutzertage. Verzeichnet wurden 2.525 Archivalienvorlagen. Das jüdische Museum besuchten 10.638 Personen, die Synagoge hatte etwa 32.000 Besucher aus aller Welt.

Investitionen

Im Andreasstift muss die Stadt Worms 2015 für die Sanierung der Andreaskirche 500.000 Euro aufbringen. Für die EDV-Ausstattung (Software) im Stadtarchiv wurden in 2015 7.000 Euro zur Verfügung gestellt.